Titelgeschichte 3/2013

„Was Du isst, das bist Du, und
was Du denkst, das lebst Du –
Erst kommen die Gedanken, und
dann kommt das Leben.“

Das Credo einer erfolgreichen Frau, geboren 1943, in
deren Kindheit die Mutter das Wort Training an die
Stelle von ­Spielen und Freizeit stellte, die in der Sehn-
sucht nach ­einem Spielplatz mit Schaukel die morgend-
liche Schulstunde „verspielte“, um dies einmal erleben
zu können, und die noch heute aufgrund ihrer Eislauf-
karriere im Wirtschaftswunder-Deutschland an der
­Erfolgsspitze der Eislaufszene im Paarlauf mit Jürgen
­Bäumler steht. Sie ist zweimalige Gewinnerin der ­olym-
pischen Silbermedaille, sechsfache Europameisterin und über 25 Jahre lang Star der Eisrevue „Holiday on Ice“.

Sie sind noch heute sehr aktiv mit den Themen Kosmetik und Schmuck.

Vor ca. 10 Jahren habe ich die Kosmetiklinie in der Schweiz angefangen. Das ist der Grund, warum ich hier wohne, um sie noch weiter zu entwickeln. Ich habe nicht nur meinen Namen für die Linie gegeben, ich habe sie auch entwickelt.

 

Warum entwickeln Sie eine neue ­Kosmetik-Linie ?

Ich habe schon immer nach einer Kosmetik gesucht, die den Bedürfnissen einer Haut entspricht, die – wie in unserem Beruf – stark beansprucht wird durch Austrocknen und durch starkes Schwitzen. Wichtig ist eine Creme mit Ölen und Fetten, die aber nicht dicke Augen machen, dass man morgens sein Gesicht nicht im Spiegel sehen kann. Aber auch die Feuchtigkeit ist wichtig und pflegende Produkte und das flüssige Gold, das dem Licht zugesprochen wird, Energie hat und in die Zellen eingeht. Ich suchte lange, ehe ich jemanden fand. Nun hab ich’s, und nun geh ich’s an. Aber es ist nicht so einfach, gegen die Großen zu konkurrieren. Ich sehe es in meinem Shop, wer es einmal gehabt hat, der kauft es auch wieder. Es ist also keine Eintagsfliege.

 

Und eine Schmuckserie haben Sie auch aufgebaut?

Ja, das ist richtig. Ich bin jetzt in die Produktion gegangen und hatte damit die zweite Show und entwickele neue Ideen, umgesetzt in Schmuck.

 

Ich habe an den Preisen gesehen, dass es sich um Modeschmuck handelt.

Ja, ich mache es da auch so, wie ich es für gut halte. Ich bin viel auf Reisen und habe dabei viel Schmuck verloren. Ich hab keine Lust mehr, mit echtem Schmuck unterwegs zu sein. Und ich kenne viele, denen es ähnlich geht. Also, mache ich eine entsprechende Collection. Aber der Schmuck muss Format haben, er muss gut verarbeitet sein, er muss ein gewisses Gewicht haben, und er muss vielseitig zu verwenden sein.  Das sind Dinge, auf die ich bei der Schmuck-Collection sehr achte. Und da kommt noch einiges in nächster Zeit.

 

Sie haben eine Tochter, einen Sohn und zwei Enkelkinder. Haben Sie bei diesen zeitaufwendigen Aktivitäten noch Freiraum für die Familie?

Früher hatte ich die Kinder jeden Tag. Heute sehen wir uns regelmäßig und genießen das Zusammensein. Nona ist jetzt 13 Jahre und ­Lilli 9 Jahre alt. Unsere Begegnungen machen mir viel Freude.

 

Und – leben Sie allein?

Zur Zeit lebe ich als Single in einer Verbindung. Und wenn wir Lust haben, dann sehen wir uns. Ich könnte mit jemandem, der Rentner ist, nicht viel anfangen. Mein Partner ist jünger und Geschäftsmann.

 

Ihr Buch „Pirouetten des Lebens“ ist in diesem Jahr erschienen und zeigt eine Frau, die ihr Leben furchtlos, zielbewusst, verständnisvoll und voller Lebensfreude absolviert. Und da finden wir noch etwas:

„Ich weiß , das wir alle umdenken müssen, damit der Umschwung in das Wassermannzeitalter harmonisch verlaufen kann. Macht und Gier wirken zerstörerisch, und wer sich von ihnen locken lässt, sollte nicht vergessen, dass alles, was wir aussenden, verstärkt zu uns zurückkehrt.“

 

Und zum Abschluss – wir zitieren:

„Ich hatte geglaubt, mein Leben sei immer wahnsinnig spannend gewesen. Aber jetzt ging es erst richtig los. Jetzt endlich war die Zeit gekommen, dass sich das Leben in mir offenbaren konnte. Staunend stellte ich fest: Innen ist es viel spannender als außen. Ich war ganz allein mit mir, und dennoch nie so wenig allein gewesen in einer tief erfahrenen Verbundenheit. Ich lernte, in mein Leben zu integrieren, was wirklich wichtig ist und ich lernte als neue Aufgabe, diese Erkenntnisse weiterzuverbreiten. Alles was bis hierhin geschehen war, galt als Vorbereitung. Nun begann mein eigentlicher Weg“.

Wir dürfen auf das nächste Buch gespannt sein.

Geschenktipp!

„Pirouetten des Lebens: Erinnerungen"

Marika Kilius & Shirley Michaela Seul

 

Gebundene Ausgabe:
272 Seiten; 19,99 Euro

Verlag: Integral;
Auflage: 1. Auflage
(18. März 2013)

 

Erhältlich im
Buchhandel oder
z.B. bei: amazon.de,
weltbild.de, buecher.de, buchhandel.de, bol.de

Alle Zeichen stehen auf Sieg. Hatten Sie auch tragische Erlebnisse?

„Tragische Erlebnisse hatte ich eigentlich nicht in meinem Leben, weil ich sie nicht so tragisch sehe. Sicher, sie passieren im Leben, man wächst an ihnen, es entsteht aus ihnen Neues, und ich denke: Nun ja, wer weiß, für was es gut war.

Eine gefährliche Situation war der „Prager Sturz“, bei dem sich unsere Schlittschuhe verhakten. Da hat es uns schon gerissen. Und dann dachten wir: Jetzt geht’s nicht mehr weiter, jetzt ist Schluss! Wir hatten wahnsinniges Glück, dass uns nichts passiert ist, denn so ein Schlittschuh ist wie ein Messer, und es hätte ganz anders ausgehen können. Ja, so einen Sturz kennt jeder. Auf jeden Fall kann immer im Leben mal was passieren, aber da müssen wir wieder raus.“

Zweimal befragte ihre Mutter eine Astrologin um die Zukunft ihrer Tochter. Das erste Mal, als diese vier Jahre alt war, mit dem Resultat: „Ihre Tochter wird ihren späteren Beruf mit den Beinen ausüben“. Damit war der Plan höheren Orts bestätigt und wurde weiter konsequent verfolgt. Die zweite Befragung – kurz vor den Deutschen Meisterschaften – erfolgte sechs Jahre später bei der damaligen bekannten Hellseherin Ursula Kardos, mit dem Ergebnis: „Du hast noch eine große Karriere vor Dir. Jetzt ist erst der Anfang. Wenn Du auf dem Eis bist, wird es Dir helfen, auf Gott zu vertrauen. Bitte ihn, dass du die Kraft bekommst, deine Kür ohne Fehler zu laufen.“

Geschenktipp!

Geschenktipp!

Schmuckauswahl aus
der neuesten Kollektion
von Marika Kilius.

Marika und ihre

Rollschuhkinder: Ohne Fleiß keinen Preis.

Die vielseitige

Großmutter aktiviert

ihre Enkelkinder.

Bilder oben:

Marika Kilius mit Tochter Melanie –

und darunter – im Training mit der

Enkelin Nona.

Marka Kilius

präsentiert ihre

Kosmetikserie „Gold“.

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