Titelgeschichte 1/2016

Fotos links:

Viola malt in ihrem Atelier.

Fotos links:

Eine Auswahl ihrer vielfältigen Arbeiten.

ViOLA –  die Malerin

Ihre lasziven, schmalen Frauengestalten zeigen sich  meist gesichtslos und in farbenleuchtender Eleganz. Individuelle Charaktere vermitteln sich durch Haltung oder minimale Accessoires. Männer finden in ihren gemalten Erzählungen nicht statt – aus welchen Gründen auch immer. Sie wird es uns später erzählen. Blühende Landschaften gehören zum Farbspiel ihrer Kompositionen.

Die Malerin Viola mit ihrer
Tochter Elena und ihrem Enkel Simon.
Foto: © Günter Bielz.

Fotos:
© Susanne Roth,
© Günter Bielz

Ihre Vita:

ViOLA wurde im Pforzheim geboren. Im Alter von 10 Tagen zieht sie mit ihren Eltern in die Nähe von Barcelona. Sie besucht eine deutsche Schule und kehrt 1980 nach Pforzheim zurück. Sie macht ihre Gesellenprüfung an der dortigen Goldschmiedeschule und beginnt 1985 ein Studium zur Schmuck-Designerin an der dortigen Hochschule für Gestaltung. Die künstlerischen Fächer Malerei, Aktzeichnen und Plastizieren bestätigen sie in ihrer Entscheidung, sich nach dem Diplom 1989 ganz der Malerei zu widmen. Schon während des Studiums findet die erste erfolgreiche Ausstellung statt und sie finanziert ihre Malerei durch Frühschichten bei der Post und danach als Dozentin bei der Volkshochschule. In dieser Zeit entstehen viele Bilder auf den Rückwänden von Kommoden, Schränken, Spanplatten. Später, bei allmählicher Verbesserung der finanziellen Lage durch den steigenden Verkauf der Bilder bei Ausstellungen, auf Leinwand. 1996 eröffnet der Umzug in ein größeres Atelier in Bad Liebenzell neue und interessante Ausstellungs- und Ausweitungsmöglichkeiten. Nach nochmaligem Umzug residiert ViOLA heute in ihrem Atelier über der Enz in Pforzheim. Es ist ein harmonisches lichtdurchflutetes Miteinander von Atelier, Präsentation und Wohnraum auf 250 qm. Hier ist Raum für die lebensgroßen und transparenten Acrylstelen in ihrer faszinierenden Weiblichkeit, und die maximale Wirkung der Bilder im Zusammenspiel ihrer farbenleuchtenden Vielfalt. Man sollte es sich anschauen. Mit voriger Anmeldung ist es möglich.

 

Und da gibt es noch eine Tochter und einen Enkel

Beginnen wir mit der Tochter Elena. Sie ist 27 Jahre alt, glücklich verheiratet und hat einen vierjährigen Sohn Simon. Nach Abschluss ihrer Ausbildung zur Industriekauffrau übernimmt sie nun die anfallenden Arbeiten im Büro ihrer Mutter. Sie zeigt aber auch ihre künstlerische Seite. Nicht die Malkunst ist der Ausdruck ihrer Leidenschaft. Es ist das „süße Leben“, das ihrer tätigen ­Ausdrucksmöglichkeit Geltung verschafft, will sagen: „Ich habe mein kreatives Ventil im Backen gefunden. Hier kann ich experimentieren, fantasieren, ausprobieren, kontaktieren und Attraktivität und Genuss mit immer wieder neuen Ideen und Ausführungen ins Blickfeld rücken. Seit drei Jahren blogge ich nun auch auf meiner Webseite „Das süße Leben“. Hier teile ich mein Hobby mit allen Backinteressierten, kommuniziere und zeige eigene Rezepte und Techniken.“

 

Und Simon, der Enkel?

Mit großem Vergnügen schwingt er schon heute im Atelier seiner „Lola“ den Pinsel und spielt mit der Buntheit der Farben.

 

Gemalte Skulpturen, Frauen auf Acrylstelen

Das transparente Trägermaterial wird zum festen Bestandteil ihrer Kunst. Genauso das Thema des weiblichen Körpers – unerschöpflich in der Darstellung zieht es sich bis heute in den Arbeiten durch.

Übrigens zum Thema Männerkörper: „Frauenkörper reizen mich deshalb in der Malerei, weil ich sie einfach ästhetischer, spannender, wohlgeformter und graziler als Männerkörper empfinde – wohlgemerkt in der Malerei – kleide ich doch meine Damen gerne in farbige, schwingende Gewänder und das sähe an einem gerade geschnittenen Männerkörper einfach langweilig aus!

Simon zeigt sein gemaltes Bild.

Die "süßen" Kunstwerke
der Tochter Elena.

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